Studie: Gesundheitsangebote

Fit in die Zukunft

20. Januar 2021 – 

Mehr Sport, gesünderes Essen, weniger Gewicht – welche Fitness-Angebote, Ratgeber und Einrichtungen von den Kunden besonders geschätzt werden

Gerade zum Jahreswechsel nehmen sich die Menschen allerhand vor. Meist geht es um das Thema Gesundheit. Zu den beliebtesten Vorsätzen gehören
wohl: keine Zigaretten mehr, weniger Alkohol, eine ausgewogenere Ernährung, mehr Sport und weniger Pfunde.

Studien zeigen, dass sich immer mehr Menschen kritisch mit sich selbst auseinandersetzen – nicht nur rund um Silvester. Häufig sind sie umfassend über ihren Gesundheitszustand informiert. Dabei geht es einerseits um die Behandlung von Krankheiten, andererseits aber auch um die Verbesserung der Lebensqualität durch einen gesunden Lebenswandel. Da diese Vorsorge nicht oder nur teilweise von den Krankenkassen abgedeckt wird, entstand sukzessive ein Markt für privat finanzierte Produkte und Dienstleistungen: der zweite Gesundheitsmarkt.

Gesundheits-Check

DEUTSCHLAND TEST hat das Thema zusammen mit dem Analyse- und Beratungshaus ServiceValue ein weiteres Mal unter die Lupe genommen. Dabei erwies sich der Markt als facettenreicher denn je – von frei verkäuflichen Arzneimitteln über individuelle Gesundheitsleistungen,
Fitness- und Wellness-Angebote bis hin zu Ernährungsportalen und Diät-Apps. Das ehrlichste Urteil ist dabei von denjenigen zu erwarten, die die Angebote genutzt haben – den Kunden. Und genau die wurden um ihre Meinung gebeten.

Anschließend wurden die Erfahrungen und Urteile nach dem Schulnotenprinzip erfasst und ausgewertet (Details s. Kasten im Download). In Summe sind die Ergebnisse auch in diesem Jahr gut bis ordentlich. Allerdings gibt es in den einzelnen Branchen beziehungsweise Kategorien doch deutliche Unterschiede in der Bewertung. Die folgenden Seiten
zeigen, welche Anbieter bereits fit für die Zukunft sind (Ergebnisse s. Download oben rechts).

Der Test

Zweiter Gesundheitsmarkt

Methodik: Die Details der Untersuchung

Der Test

Bei der Untersuchung handelte es sich um eine Online-Befragung, bei der die Teilnehmer die verschiedenen Anbieter des sogenannten zweiten Gesundheitsmarkts beurteilen konnten (Dezember 2020). Von den registrierten Teilnehmern liegen soziodemografische Merkmale vor, sodass bevölkerungsrepräsentativ eingeladen werden konnte. Darüber hinaus wurden keine Kundenadressen der Anbieter eingeholt oder genutzt. Die Befragung – durchgeführt von dem Kölner Analyse- und Beratungshaus ServiceValue im Auftrag von DEUTSCHLAND TEST – erfolgte eigeninitiiert und ohne Einbindung der untersuchten Anbieter.

Jeder Teilnehmer erhielt zunächst eine für ihn überschaubare Auswahl von
Anbietern zur Bewertung beziehungsweise zur Angabe, ob er bei diesem Anbieter überhaupt Kunde war oder ist. Pro Anbieter wurden mindestens 150 Kundenstimmen eingeholt. Die konkrete Fragestellung der Untersuchung lautete: „Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit den Produkten/Leistungen des Anbieters (. . .)? Bitte beurteilen Sie aus eigener Kundenerfahrung in den letzten 24 Monaten.“

Die konkreten Antwortmöglichkeiten waren dabei: „begeistert“ (1), „sehr zufrieden“ (2), „zufrieden“ (3), „eher zufrieden“ (4), „eher nicht zufrieden“ (5) sowie „nicht zufrieden“ (6).

Die Auswertung

Für das Ergebnis wurde für jeden Anbieter der Mittelwert der abgegebenen Noten berechnet. Ein Wert von 1 würde bedeuten, dass alle Kunden begeistert von diesem Anbieter waren. Ein Wert von 6 hingegen gäbe an, dass alle befragten Kunden nicht zufrieden waren. Anhand der Mittelwerte wurde ein Ranking über alle untersuchten Anbieter innerhalb der Branchen beziehungsweise der Kategorien erstellt.

Die Anbieter mit der höchsten Kundenzufriedenheit innerhalb eines Bereichs tragen die Auszeichnung „Bester“. Anbieter, deren Zufriedenheitswerte über dem Mittelwert liegen, werden mit dem Prädikat „Top“ ausgezeichnet. Wer unter dem Schnitt bewertet wurde, wird nicht mehr in den Tabellen abgebildet.

Insgesamt liegen der Befragung 45 019 Kundenstimmen zu 248 Anbietern zugrunde. Zugeordnet wurden die Anbieter zwei übergeordneten Bereichen und 21 Branchen/Kategorien.

(veröffentlicht in FOCUS-MONEY 04/2021 vom 20. Januar 2021)


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