Studie 2021

Die besten Ausbilder

27. März 2021 – 

Jedes Jahr beginnen rund ein halbe Million Schulabgänger mit der Ausbildung. Wo werden die künftigen Fachkräfte besonders gut ausgebildet?

Längst ist der demografische Wandel auch im Beruf angekommen.
Und die Arbeitgeber spüren das bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze. Die geburtenstarken Jahrgänge sind lange raus aus den Schulen. In der Folge sind immer weniger junge Menschen als Auszubildende
verfügbar. Und die Zahlen belegen das: Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wurden im vergangenen Jahr rund 468 000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Auf 106 Ausbildungsplätze kamen 100 Bewerbungen. Vor allem qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber können sich ihren zukünftigen Ausbildungsplatz aus mehreren Angeboten
aussuchen.

Der Wettbewerb zwischen den Unternehmen, um die qualifizierten Schulabgänger anzuwerben, ist hoch. Daher müssen sich die Firmen als attraktiver Ausbildungsbetrieb hervorheben, um trotz sinkender Bewerberzahlen genug geeignete Auszubildende für sich zu
gewinnen.

Auf der anderen Seite stehen die angehenden Lehrlinge. Viele Schüler wissen noch nicht wirklich, welche berufliche Richtung sie einschlagen wollen. Kein Wunder: In Deutschland gibt es mehrere Hundert Ausbildungsberufe in über 400 000 Betrieben. Hinzu kommen die verschiedenen Wege der Ausbildung. Je nach Qualität des Schulabschlusses gibt es neben der klassischen Lehre weitere Optionen – etwa duale Studiengänge, in denen betriebliche Praxis und theoretisches Lernen kombiniert werden.

Eine der entscheidenden Fragen neben der Berufswahl ist dabei sicher
auch: Welche Firma bildet mich optimal aus? DEUTSCHLAND TEST untersuchte dafür die 20 000 mitarbeiterstärksten Unternehmen des Landes. Die Studie basiert auf zwei Säulen: dem sogenannten Social Listening sowie einem von den untersuchten Unternehmen selbst ausgefüllten Fragebogen. Heraus kam am Ende der „Ausbildungsatlas für Deutschland“ – mit den besten Ausbildungsbetrieben aus mehr als 100 Branchen (s. PDF zum Download oben rechts).

Der Test

Studie “Die besten Ausbildungsbetriebe”

Methodik: Die Details der Untersuchung

Die Studie „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ wurde vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag von DEUTSCHLAND TEST und dem Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY
durchgeführt. Dabei bekamen die 20 000 mitarbeiterstärksten Unternehmen in Deutschland einen Fragebogen mit vier Themenblöcken (maximale Punktzahl in Klammern): strukturelle Daten (200), Ausbildungsentlohnung (80), Ausbildungserfolg (270) sowie Zusatzangebote (50).

Darüber hinaus erfolgte eine Auswertung verschiedener Internet-Quellen (Social Listening). Zunächst wurden sämtliche Texte, die vorab definierte Suchbegriff e enthalten, aus dem Internet geladen und in einer
Datenbank erfasst. Danach wurden die Daten analysiert und den Kategorien positiv, neutral oder negativ zugeordnet.

Zwischen Januar und Dezember 2020 wurden dabei gut 300 000 Nennungen erfasst und ausgewertet (durchgeführt von Ubermetrics und Beck et al. Services). Das Gesamtergebnis ergibt sich anhand der Punkte aus dem Social Listening und dem Fragebogen. Steht nur eine der beiden Quellen zur Verfügung, zählt der Punktwert aus dieser. Die Berechnung erfolgte branchenspezifisch auf einer Skala von 0 bis 100 Zählern.

Die jeweiligen Branchensieger bekamen den maximalen Score und setzten die Benchmark. Unternehmen mit einem Score von mindestens 50 erhalten die Auszeichnung „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“. Insgesamt wurden rund 800 Firmen ausgezeichnet

(veröffentlicht in FOCUS 13/21 vom 27. März 2021)


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