Im Test: Produktqualität

Hohes Gut

21. Mai 2022 – 

Verbraucher haben ihr Urteil abgegeben: Welche Marken stehen in Deutschland für höchste Qualität? Die Besten aus rund 70 verschiedenen Branchen

Haushaltsgeräte, Möbel oder Bekleidung – alles ist teurer geworden. Die Inflationsrate lag Anfang 2022 bei 7,3 Prozent und kletterte damit auf einen historischen Höchststand seit der Einführung des Euro. Bewusster Konsum ist deshalb längst nicht mehr nur ein Lifestyle, sondern für viele unerlässlich. Um nachhaltig zu wirtschaften, setzen viele Kunden zunehmend auf gute Qualität von Produkten, anstatt sich immer wieder etwas Neues zu kaufen.

Das hohe Qualitätsbewusstsein und die Nachfrage nach langlebigen Gütern sind auch eine Chance für die Unternehmen: Sie können ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt nachkommen und sich gleichzeitig mit hochwertig verarbeiteten und belastbaren Produkten von der Konkurrenz abheben.

Welche Unternehmen stehen aus Verbrauchersicht für höchste Produktqualität? Welche Erfahrungen haben die Kunden mit unterschiedlichen Marken gemacht? Gemeinsam mit dem Analyse- und Beratungshaus ServiceValue hat DEUTSCHLAND TEST die Kunden nach ihrer subjektiven Einschätzung gefragt.

Auf den Prüfstand kamen über 1000 Hersteller-, Handels- und Dachmarken aus 69 verschiedenen Warengruppen. Die Ergebnisse der Online-Umfrage finden Sie im PDF zum Download oben rechts.

Der Test

Die „Produktsieger“ Deutschlands

Methodik: Die Details der Untersuchung

Welche Marken kommen bei den Verbrauchern in Deutschland in Sachen Produktqualität am besten an? Um diese Frage zu beantworten, führte DEUTSCHLAND TEST zusammen mit den Experten des Kölner Analyse-und Beratungshauses ServiceValue auch in diesem Jahr eine breit angelegte Online-Umfrage durch. Auf den Prüfstand kamen insgesamt 1182 Marken aus rund 70 verschiedenen Branchen beziehungsweise Warengruppen. Dabei konnten einzelne Marken – insbesondere Dachmarken – mehrmals abgefragt werden, wenn sie in verschiedenen
Kategorien vertreten waren.

Insgesamt basiert die Studie auf mehr als 180 000 Kundenbewertungen. Der Erhebungszeitraum reicht von März 2022 bis April 2022. Von den registrierten Teilnehmern liegesoziodemografische Merkmale vor, sodass bevölkerungsrepräsentativ eingeladen werden konnte. Die Kundenbefragung erfolgte eigeninitiiert und ohne Einbindung oder gar Einflussnahme der Hersteller oder Händler. Durchgeführt wurde die Bevölkerungsumfrage über ein sogenanntes Online-Access-Panel.

Jeder Teilnehmer erhielt eine für ihn überschaubare Auswahl von Markenartikeln zur Bewertung beziehungsweise zur Angabe, ob er als Konsument diese Markenartikel in den letzten zwei Jahren gekauft oder genutzt hat. Jede Marke wurde jeweils 1000 Verbrauchern zur Bewertung angezeigt. Die Stichprobengröße für den Kundenzufriedenheitswert wurde in jeder Branche sowie für jeden Anbieter von der Inzidenzrate und der Kundenzahl bestimmt, sodass diese auch unterhalb von 1000 liegen kann. Die konkrete Fragestellung lautete: „Wie bewerten Sie insgesamt
die Produktqualität der folgenden Marken aus dem Bereich (. . .)? Bitte beurteilen Sie aus eigener Konsumenten- beziehungsweise Verbrauchererfahrung der letzten 24 Monate.“ Die Antwortmöglichkeiten waren: „ausgezeichnet“ (1), „sehr gut“ (2), „gut“ (3), „mittelmäßig“ (4), „schlecht“ (5), „sehr schlecht“ (6) sowie „kann ich nicht beurteilen“.

Für die Auswertung wurde für jeden Anbieter der Mittelwert der abgegebenen Noten berechnet. Anhand dieser Mittelwerte wurde ein Ranking über alle untersuchten Anbieter innerhalb der Branchen beziehungsweise Warengruppen erstellt. Liegt der empirische Mittelwert eines Unternehmens niedriger (= besser) als der Gesamt-Mittelwert der  jeweiligen Branche, wird dem Unternehmen das Prädikat „Ausgezeichnet“ zugeschrieben. Liegt der Eigenwert zusätzlich niedriger (= noch besser) als der Mittelwert dieser „überdurchschnittlichen“ Gruppe, wird das
Unternehmen mit dem Prädikat „Herausragend“ ausgezeichnet. Unternehmen mit dem besten Mittelwert innerhalb ihrer Branche erhalten das Prädikat „Testsieger“ oder „Platz 1“.

(veröffentlicht in FOCUS 21/22 vom 21. Mai 2022)


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