Im Test: Kundenzufriedenheit

Deutschlands Preissieger

10. November 2018 – 

Kunden erwarten eine angemessene Leistung für ihr Geld. Doch wer bietet das in der Praxis? Auf den Prüfstand kamen über 3000 Marken aus 129 Kategorien

Das kennt wohl jeder Autofahrer: Der Wagen muss zum Kundendienst – und das große Zittern beginnt. Was muss gemacht werden? Stößt der Mechaniker womöglich auf größere Defekte? Und was wird das am Ende kosten?

Die Ungewissheit kann groß sein beim Kundendienst – genauso wie der Schock bei der Präsentation der Rechnung. 200, 400 oder 600 Euro – wer kann schon objektiv beurteilen, ob der Preis angemessen ist?

Millionen Bewertungen

Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird von den Menschen in erster Linie subjektiv wahrgenommen. Während die einen zufrieden sind mit dem Preis, der Leistung und der Qualität, halten andere die Ware für überteuerten Ramsch oder die Dienstleistung für böse Abzocke. Es gibt wohl kein Produkt, bei dem die einzelnen Meinungen, Wahrnehmungen und Erfahrungen nicht auseinanderklaffen.

Andererseits kann sich aus Sicht der Verbraucher doch ein recht klares Bild abzeichnen – vor allem dann, wenn viele Urteile ausgewertet werden. Genau das hat DEUTSCHLAND TEST getan.

Für die diesjährige Studie zum Preis-Leistungs-Verhältnis wurden mehrere Millionen Bewertungen zu über 3000 Unternehmen und Marken aus den verschiedensten Branchen erfasst. Wer am Ende die Nase vorn hat, zeigen die Endergebnisse (s. PDF zum Download oben rechts).

Der Test

Die “Preissieger” Deutschlands

Methodik: Die Details der Untersuchung

In der Studie „Preis-Sieger“ wurde ausgewertet, welches Meinungsbild die Verbraucher über das Preis-Leistungs-Verhältnis einzelner Marken haben.

Die Datenerhebung, die auf dem sogenannten Social Listening basiert, erfolgte dabei zweistufig. Zunächst wurden sämtliche Texte, die vorab definierte Suchbegriffe enthalten, aus dem Internet geladen und in einer Datenbank erfasst (durchgeführt von Ubermetrics Technologies, Berlin).

Anschließend wurden die Daten in Textfragmente aufgesplittet und in drei Stufen analysiert: Welche Marke wird erwähnt? Welches Thema wird besprochen? Welche Tonalität weist das Textfragment auf?

Danach wurden die Bewertungen den Kategorien positiv, neutral oder negativ zugeordnet (durchgeführt von Beck et al. Services, München). Zwischen September 2017 und August 2018 konnten auf diesem Weg rund 2,3 Millionen Social-Media-Beiträge zu mehr als 3000 Marken aus 129 Branchen erfasst und ausgewertet werden.

Die Berechnung des Punktwerts (Score) der einzelnen Marken erfolgte anschließend auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten. Der Punktwert pro Marke setzt sich aus drei Teilen zusammen: erstens die absolute Anzahl neutraler und positiver Nennungen für die jeweilige Kategorie (Anteil 25 Prozent).

Zweitens die Anzahl neutraler und positiver Nennungen für die Kategorie im Verhältnis zu allen neutralen und positiven Nennungen der Marke (50 Prozent). Und drittens die Anzahl positiver Nennungen für die Kategorie im Verhältnis zu allen Nennungen der jeweiligen Kategorie (25 Prozent).

Der jeweilige Branchensieger erhielt 100 Punkte und setzt damit die Benchmark für alle anderen untersuchten Marken der Branche. Für eine Auszeichnung musste eine Marke mindestens 75 Punkte im Gesamt-Ranking erreichen. Insgesamt wurden 876 Marken mit der Auszeichnung „Preis-Sieger 2018“ und den Prädikaten „Gold“, „Silber“ und „Bronze“ prämiert.

(veröffentlicht in FOCUS 46/2018 vom 10. November 2018)

 

DT Preissieger GOLD 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

DT Preissieger SILBER 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

DT Preissieger BRONZE 2018

 

 

 

 

 

 

 

 


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