Im Test: Fortbildung

Bildung mit System

29. Januar 2019 – 

Lehrinstitute, Apps, Internet-Plattformen – die Angebote zur Weiterbildung werden breiter und breiter. Wem die Kunden ein Top-Zeugnis ausstellen

Unzufriedenheit im Job kann viele Gründe haben. Besonders häufig wird geklagt über zu wenig Gehalt, ein schlechtes Arbeitsklima, keine Aufstiegschancen oder den ungerechten Chef. Es sei dahingestellt, ob das alles tatsächlich so ist oder ob es nur der subjektiven Wahrnehmung entspricht. Fakt ist: Wer an seinem Arbeitsplatz unzufrieden ist, muss die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Die richtigen Weichen stellen

Das muss nicht gleich eine groß angelegte Bewerbungsoffensive oder gar ein überstürzter Jobwechsel sein. Die persönliche Berufsplanung ist komplex und erfordert Ruhe und Weitsicht. Bessere Karten für die Zukunft hat schon mal, wer die Zeichen der Zeit nicht ignoriert und die richtigen Weichen stellt.

Die Arbeitswelt in Deutschland ist ständig im Fluss. Der Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal wird laut Experten weiter zunehmen, während die Beschäftigungsmöglichkeiten für Ungelernte deutlich zurückgehen dürften. Hinzu kommt: Wegen der demografischen Entwicklung werden in Zukunft mehr ältere Menschen aus dem Erwerbsleben ausscheiden als jüngere Kräfte nachrücken. So könnten auch Wiedereinsteiger oder ältere Arbeitnehmer in den Fokus der Arbeitgeber rücken – wenn sie denn entsprechende Qualifikationen vorweisen können.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Nur beruhen diese Qualifikationen selten allein auf einer klassischen Erstausbildung. Vielmehr bauen sie häufig auf dieser auf – in Form von Weiterbildungen. Dazu gehören allgemeine Fortbildungen wie Sprachkurse, Kurse zur Teamarbeit oder zur Mitarbeiterführung. Hinzu kommen die berufliche Weiterbildung zur Vertiefung oder Ergänzung fachlicher Kenntnisse sowie die Weiterbildung an Hochschulen oder Lehrinstituten.

Gemeinsam mit dem Kölner Beratungs- und Analysehaus ServiceValue hat DEUTSCHLAND TEST diese und weitere Bereiche unter die Lupe genommen. Auf den Prüfstand kamen insgesamt 116 Anbieter aus acht Kategorien. Im Rahmen einer breit angelegten Untersuchung wurden so mehr als 18.000 Kundenerfahrungen erfasst und ausgewertet. Welche Anbieter am Ende die besten Noten seitens der Kunden ausgestellt bekamen, zeigen die Tabellen mit den Testsiegern (s. PDF oben rechts).

Der Test

Weiterbildung

Methodik: Die Details der Untersuchung

Umfrage

Bei der Untersuchung handelte es sich um eine Online-Befragung. Eingeladen wurden sogenannte Panelisten, die die verschiedenen Anbieter aus Kundensicht bewerten sollten. Von den Teilnehmern liegen soziodemografische Merkmale vor, sodass bevölkerungsrepräsentativ eingeladen werden konnte.

Darüber hinaus wurden keine Kundenadressen der Anbieter eingeholt oder genutzt. Die Kundenbefragung – durchgeführt von dem Kölner Analyse- und Beratungshaus ServiceValue im Auftrag von DEUTSCHLAND TEST – erfolgte eigeninitiiert und ohne Einbindung der untersuchten Anbieter (Januar 2019).

Jeder Teilnehmer erhielt zunächst eine für ihn überschaubare Auswahl von Anbietern zur Bewertung beziehungsweise zur Angabe, ob er bei diesem Anbieter überhaupt Kunde war oder ist. Pro Anbieter wurden mindestens 100 Kundenstimmen eingeholt. Die Fragestellung der Untersuchung lautete: „Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit den Produkten/Leistungen des Anbieters (…)? Bitte beurteilen Sie aus eigener Kundenerfahrung in den letzten 24 beziehungsweise 36 Monaten.“

Die konkreten Antwortmöglichkeiten waren dabei: „begeistert“ (1), „sehr zufrieden“ (2), „zufrieden“ (3), „eher zufrieden“ (4), „eher nicht zufrieden“ (5) sowie „nicht zufrieden“ (6).

Auswertung

Für die Auswertung wurde für jeden Anbieter der Mittelwert der abgegebenen Noten berechnet. Ein Wert von 1 würde bedeuten, dass alle Kunden begeistert von diesem Anbieter waren. Ein Wert von 6 hingegen gäbe an, dass alle befragten Kunden nicht zufrieden waren. Anhand der Mittelwerte wurde ein Ranking über alle untersuchten Anbieter innerhalb der Branchen beziehungsweise Kategorien erstellt.

Die Anbieter mit der höchsten Kundenzufriedenheit innerhalb einer Kategorie tragen die Auszeichnung „Bester“. Anbieter, deren Zufriedenheitswerte über dem Mittelwert liegen, werden mit dem Prädikat „Top“ ausgezeichnet. Wer unter dem Durchschnitt abgeschlossen hat, wird nicht ausgezeichnet und auch nicht abgebildet.

Insgesamt liegen der Befragung 18.419 Kundenstimmen zu 116 Anbietern zu Grunde. Zugeordnet wurden die Anbieter elf Kategorien und zwei Themenblöcken.

(veröffentlicht in FOCUS 05/2019 vom 26. Januar 2019)


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