Karriere-Atlas für Ingenieure + Jobbörsen

An der richtigen Stelle

08. September 2018 – 

Vom Auto über das Baugewerbe bis hin zur Windkraft – bei welchen Firmen Ingenieure in Deutschland die besten Karrierechancen haben. PLUS: Die besten Jobbörsen

Eine Welt ohne Ingenieure? Es gäbe keine Autos, keine Brücken und Tunnel, keine Fern­seher und auch keine Backöfen. Sprich: Ingenieure schaffen effektive Lösungen für technische Probleme und entwickeln zukunftsträchtige Technologien. Die Spezialisierungen reichen vom Bau über die Elektroindustrie bis hin zu Vertrieb und Wirtschaft.

Dabei erfordert jedes Arbeitsgebiet unterschiedliche Qualifikationen. Während ein Maschinenbauingenieur beispielsweise Anlagen entwickelt und dabei viel Zeit im Büro und am Computer verbringt, ist ein Vertriebsingenieur im Außendienst unterwegs, um Kunden bestimmte Produkte zu präsentieren und zu verkaufen. Ein Wirtschaftsingenieur wiederum fungiert als Schnittstelle zwischen Technik und Wirtschaft.

Starke Nachfrage nach Fachkräften

Weil die technischen Bedürfnisse und Anforderungen auf den Märkten fortschreiten, steigt auch die Zahl der offenen Ingenieursstellen stetig an. Im Bereich der Energie und Elektronik gab es beispielsweise im ersten Quartal 2017 für jeweils 100 arbeitslose Ingenieure noch 362 freie Stellen – im ersten Quartal 2018 waren es bereits 474.

Über alle Branchen hinweg sind derzeit insgesamt knapp 125.000 offene Stellen nicht besetzt. Am Industrie- und Maschinenbaustandort Deutschland sind aktuell vor allem Experten aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich stark gefragt.

Das heißt: Hochqualifizierte und motivierte Ingenieure können ihren zukünftigen Arbeitgeber sorgfältiger auswählen denn je. Neben einer überdurchschnittlichen Entlohnung sind es vor allem die sozialen Faktoren, die aus Bewerbersicht eine große Rolle spielen. Dazu zählen etwa das Arbeitszeitmodell, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder aber die Mitarbeiterförderung. In naturwissenschaftlich-technischen Berufen ebenso wichtig: die Innovationskraft eines Unternehmens.

Welche Unternehmen die besten Karrierechancen für Ingenieure bieten, zeigt DEUTSCHLAND TEST in dieser Studie (Details s. PDF zum Download oben rechts).

Der Test

Studie “Karrierechancen für Ingenieure”

Methodik: Die Details der Untersuchung

Datenerhebung
Die Datenerhebung zu der Studie „Top Karriere Chancen für Ingenieure“ erfolgte auf zwei unterschiedlichen Wegen. Zum einen wurde ein sogenannter Paper-Pencil-Fragebogen, der die unterschiedlichen Aspekte des Unternehmens behandelt, an alle Firmen geschickt.

Die maximal zu erreichenden Punktzahlen des Fragebogens wurden wie folgt verteilt: Anteil Ingenieure (10 Punkte), Anteil der mit Ingenieuren besetzten Führungspositionen (10 Punkte), Unterstützung bei Qualifizierungsmaßnahmen (30 Punkte), Ausgestaltung der Unterstützung (30 Punkte), Budget zur freien Weiterentwicklung (10 Punkte) und Budget für den Besuch von Messen/Fachtagungen (10 Punkte). Die maximal erreichbare Gesamtpunktzahl lag bei 100 Punkten.

Social Listening
Zum anderen wurden die Unternehmen mit Hilfe des sogenannten Social Listenings in den Kategorien Technologie, Karriere und Innovation untersucht. Dies erfolgte in zwei Stufen: Zunächst wurden sämtliche Texte, die die vorgegebenen Suchbegriffe enthalten, aus dem Internet geladen und in einer Datenbank erfasst.

Das Quellenset umfasste dabei alle Seiten beziehungsweise Inhalte von Seiten, die folgende Bedingungen erfüllen: eine deutsche („.de“) oder deutschsprache Domain („.at“ oder „.ch“ wurden ausgeschlossen) und einen uneingeschränkten Zugang zum Inhalt. Nicht erfasst wurden Seiten oder Inhalte, die sich beispielsweise hinter einer Bezahlschranke oder in einem zugriffsgeschützten Bereich befanden (durchgeführt von Ubermetrics, Berlin).

Im zweiten Schritt wurden die relevanten Textfragmente identifiziert und in drei Schritten auf die folgenden Merkmale untersucht: Welches Unternehmen wird erwähnt? Welches Thema wird besprochen? Welche Tonalität weist das Textfragment auf? Dieser Schritt wurde durchgeführt von Beck et al. Services, München. Erfasst wurden insgesamt 9,5 Millionen Nennungen der untersuchten Unternehmen aus dem Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018).

Auswertung
Zur Berechnung der einzelnen Punktwerte wurden für jedes Unternehmen folgende vier Größen ermittelt: erstens der Saldo aus der Anzahl positiver und negativer Nennungen je Kategorie sowie die Anzahl neutraler Nennungen (0,5-fach) je Kategorie (Anteil in der Kategoriewertung 25 Prozent). Zweitens der Saldo positiver und negativer Nennungen im Verhältnis zu allen Nennungen (50 Prozent).

Drittens der Saldo aus der Anzahl positiver und negativer Nennungen im Verhältnis zum Saldo aller positiven und negativen Nennungen sowie die Anzahl neutraler Nennungen im Verhältnis zu allen neutralen Nennungen (25 Prozent). Und viertens die Punkte aus der schriftlichen Befragung. Die Punkte werden anschließend zum Gesamtpunktwert addiert.

Die Berechnung des Punktwerts erfolgte branchenspezifisch auf einer Skala von 0 bis 100 Zählern. Der jeweilige Branchensieger erhielt 100 Punkte und setzt damit die Benchmark für alle anderen Unternehmen innerhalb der Branche.

Die Auszeichnung „TOP Karrierechancen für Ingenieure“ wurde anhand der erreichten Punktzahl im Gesamt-Ranking vergeben. Eine Auszeichnung erhielten diejenigen Unternehmen, die mindestens 75 Punkte in der Gesamtwertung erreicht haben und über mindestens 20 Nennungen im Beobachtungszeitraum verfügen.


Studie “Die besten Jobbörsen”

Methodik: Die Details der Untersuchung

Datenerhebung und Auswertung
DEUTSCHLAND TEST hat gemeinsam mit dem Kölner Analyse- und Beratungshaus ServiceValue und dem Wirtschafts­magazin FOCUS-MONEY im Juni und Juli 2018 eine bundesweite Umfrage durchgeführt. Welche Jobbörsen sind bei den Nutzern besonders gefragt? Die Befragung wurde über ein sogenanntes Online-Panel durchgeführt.

Die Teilnehmer mussten für den jeweiligen Anbieter zwölf Teilaspekte bewerten, die anschließend in drei Kategorien überführt wurden. Jeder Befragte des Online-Panels durfte dabei bis zu drei Jobbörsen bewerten, die er in den letzten zwölf Monaten genutzt hat. Bei der Auswertung errechneten die ServiceValue-Fachleute zunächst für alle Teilaspekte einen Indexwert auf einer Skala von 0 bis 100. Sie wurden anschließend für jedes Themenfeld separat zu einem ungewichteten Durchschnitt zusammengeführt und ergaben zusammen die Endbewertung.

Die Note „Gut“ bekamen Anbieter mit überdurchschnittlichen Werten. Für Anbieter, die über dem Schnitt der „Guten“ lagen, gab es die Note „Sehr Gut“. Keine Bewertung bekamen Anbieter, die mit ihrer Punktzahl unter dem Schnitt lagen. Sie sind auch nicht in den Ergebnistabellen abgebildet.

Es wurden insgesamt 2751 Urteile zu 27 Jobbörsen ausgewertet, die in das Ergebnis einflossen. Voraussetzung für die Aufnahme in die Studie waren Marktanteile/Reichweite sowie eine ausreichende Anzahl von Bewertungen.

In der Gesamtwertung des Bereichs Generalisten konnten Stepstone.de, Monster.de und Jobs.de besonders punkten. Bei den Spezial-Jobbörsen haben sich Yourfirm.de und Absolventa.de besonders hervorgeboben, und bei den Jobsuchmaschinen konnten Jobworld.de, Indeed.de und Jobbörse.de das Rennen für sich entscheiden.

(veröffentlicht in FOCUS 37/18 vom 8. September 2018; Foto: Ed. Züblin AG)

 

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