Studie 2018

Der Karriere-Atlas für Frauen

07. April 2018 – 

10.000 Unternehmen, mehrere Millionen Urteile und Bewertungen – bei welchen Firmen in Deutschland Frauen die besten Karriere-Chancen haben

Männer verdienen auf vergleichbaren Stellen deutlich besser als Frauen und erreichen schneller eine Führungsposition – in vielen Firmen ist das leider immer noch so. Konkret bekommen Frauen in Deutschland im Schnitt ein Fünftel weniger Gehalt als Männer. Ein Grund dafür mag die unterschiedliche Berufs- oder Studienwahl sein. Aber selbst bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation beträgt die Lohnlücke noch sieben Prozent.

Auch beim Thema Karriere werden Frauen offensichtlich ungleich behandelt: Sie stellen zwar 44 Prozent der Gesamtbeschäftigten, aber nur 26 Prozent der Führungskräfte. Die gute Nachricht: In immer mehr Unternehmen setzt ein Umdenken ein. Was Karriere und Gehalt angeht, müssen Frauen die gleichen Chancen haben wie Männer. Wo das bereits der Fall ist und welche Firmen auf dem richtigen Weg sind, zeigen die Testergebnisse (s. PDF zum Download oben rechts).

Der Test

Studie Karrierechancen für Hochschulabsolventen

Methodik: Die Details der Untersuchung

Datenerhebung
Die Datenerhebung für die Studie „Top-Karriere-Chancen für Frauen“ erfolgte zweistufig. Im ersten Schritt wurden sämtliche Texte, die die zu untersuchenden Unternehmen enthalten, aus dem Internet geladen und in einer Datenbank erfasst (durchgeführt von Ubermetrics, Berlin).

Im zweiten Schritt wurden die relevanten Textfragmente identifiziert und in drei Schritten auf die folgenden Merkmale untersucht: Welche Marke wird erwähnt? Welche der untersuchten Dimensionen (Arbeitsklima, Unternehmenskultur und Gleichberechtigung) wird besprochen? Welche Tonalität weist der Text auf? Dieser Schritt wurde durchgeführt von Partner Beck et al. Services, München. Erfasst wurden insgesamt 13,2 Millionen Nennungen aus dem Zeitraum zwischen Februar 2017 und Januar 2018.

Auswertung
Zur Berechnung der einzelnen Punktwerte wurden für jedes Unternehmen folgende drei Größen ermittelt: erstens der Saldo aus der Anzahl positiver und negativer Nennungen je Kategorie sowie die Anzahl neutraler Nennungen (0,5-fach) je Kategorie (Anteil in der Kategoriewertung 25 Prozent). Zweitens der Saldo positiver und negativer Nennungen im Verhältnis zu allen Nennungen (50 Prozent). Und drittens der Saldo aus der Anzahl positiver und negativer Nennungen im Verhältnis zum Saldo aller positiven und negativen Nennungen sowie die Anzahl neutraler Nennungen im Verhältnis zu allen neutralen Nennungen (25 Prozent).

Die Berechnung des Punktwerts erfolgte branchenspezifisch auf einer Skala von 0 bis 100 Zählern. Der jeweilige Branchensieger erhielt 100 Punkte und setzt damit die Benchmark für alle anderen Unternehmen innerhalb der Branche.

Auszeichnung
Die Auszeichnung „Top-Karriere-Chancen für Frauen“ wurde anhand der erreichten Punktzahl im Gesamtranking vergeben. Eine Auszeichnung erhalten diejenigen Unternehmen, die mindestens 70 Punkte in der Gesamtwertung erreichen und über mindestens 20 Nennungen im Beobachtungszeitraum verfügen.

Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie von Prof. Dr. Werner Sarges. Er ist Institutsleiter und beratender Psychologe am Institut für Management-Diagnostik (Barnitz bei Hamburg). Bekannt ist Sarges außerdem durch seine Arbeit an der Helmut-Schmidt-Universität (Hamburg).

 

(veröffentlicht in FOCUS 15/18 vom 7. April 2018)

 

TOP-Karriere-Frauen 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bekannt aus