Karriere-Atlas für Hochschulabsolventen

Aufstieg nach Plan

05. August 2017 – 

58 Branchen, 10.000 Unternehmen, mehrere Millionen Urteile – bei welchen Firmen Hochschulabsolventen in Deutschland die besten Karrierechancen haben

Es geht immer nur ums Geld? Stimmt nicht! Das sagt zumindest eine Studie von Kienbaum. Auf die Frage, welche Präferenzen die Absolventen bei der Arbeitgeberwahl bewegen, heißt es zunächst: kollegiales Arbeitsklima, Work-Life-Balance, Karrierechancen und Arbeitsplatzsicherheit. Das Geld kommt erst an fünfter Stelle. Für die Unternehmen bedeutet das: Die Vergütung muss immer stärker um weitere Maßnahmen der Mitarbeiterförderung ergänzt werden. Doch wer schafft das am besten?

DEUTSCHLAND TEST hat dieses Thema in einer groß angelegten Studie untersucht. Sie wurde wissenschaftlich von Prof. Dr. Werner Sarges begleitet, Institutsleiter und Beratender Psychologe am Institut für Management-Diagnostik in Barnitz bei Hamburg. Heraus kam am Ende Deutschlands Karriere-Atlas für Hochschulabsolventen. Welche Firmen in welchen Branchen Top-Chancen bieten (Details zur Studie s. PDF zum Download oben rechts).

Der Test

Studie Karrierechancen für Hochschulabsolventen

Methodik: Die Details der Untersuchung

Fragebogen
Im ersten Schritt erhielten alle Unternehmen einen Fragebogen mit unterschiedlichen Themenfeldern zugeschickt. Für die Auswertung wurden diejenigen Firmen berücksichtigt, deren Belegschaft zu mindestens fünf Prozent aus Hochschulabsolventen besteht (im Durchschnitt weisen die Unternehmen eine Akademikerquote von etwa 25 Prozent auf).

Untergliedert war der Fragebogen in folgende Themen (Anzahl der maximalen Punkte in Klammern): Entwicklung der Beschäftigtenzahl (20), Anteil Hochschulabsolventen (10), Gleichberechtigungskennzahl Geschlecht (20), Aufstiegschancen neuer Mitarbeiter (20), Personalgespräche (10), Weiterbildung/Aufbaustudien (30), Traineeprogramm (15), Zusatzleistungen (20), Personalentwicklung (40), Bezahlung (10), gleichberechtigte Bezahlung (10), Gesundheitsförderung (60), Familienförderung (25) und Inklusion (15). In Summe konnten hier 305 Zähler erreicht werden.

Datenbank
Aus einer Unternehmensdatenbank wurden Kennzahlen über einen Zeitraum von fünf Jahren (2011 bis 2015) gewonnen. Sie spiegeln zusammengenommen die wirtschaftliche Prosperität des Unternehmens und damit die Sicherheit des Arbeitsplatzes wider. Betrachtet wurden drei Aspekte: die Entwicklung der Mitarbeiterzahl, des Umsatzes und des Gewinns.

Jede Kennzahl wurde in zwei Dimensionen bewertet. Die erste Dimension betraf das Wachstum zwischen dem jüngsten und dem ältesten Wert. Die zweite Skala bewertete die Streuung des Wachstums und damit die Stabilität der Entwicklung. Pro Kategorie konnten 40 Punkte erreicht werden, sodass hier maximal 120 Zähler möglich waren.

Social Listening
Diese Auswertung beruht auf dem Webmonitoring-Tool Web Analyzer, das mit Hilfe einer semantischen Suche Zehntausende Online-Nachrichten und über eine Million Social-Media-Quellen überwacht. Zwischen Januar und Dezember 2016 wurden so 2,8 Millionen Nennungen der 10.000 Firmen jeweils den Kategorien Arbeitsklima und Unternehmenskultur zugeordnet und ausgewertet.

Zur Berechnung des Score werden für jedes Unternehmen drei Werte ermittelt: Erstens der Saldo aus der Anzahl positiver und negativer Nennungen je Kategorie sowie die Anzahl neutraler Nennungen. Zweitens der Saldo aus der Anzahl positiver und negativer Nennungen im Verhältnis zu allen Nennungen. Und drittens der Saldo aus der Anzahl positiver und negativer Nennungen je Kategorie im Verhältnis zum Saldo aller positiven und negativen Nennungen sowie die Anzahl neutraler Nennungen je Kategorie im Verhältnis zu allen neutralen Nennungen des Unternehmens.

Auszeichnung
In der Endabrechnung wurden die drei Testfelder wie folgt gewichtet: der Fragebogen mit 50 Prozent, die Themen Arbeitsklima und Unternehmenskultur mit jeweils 20 Prozent und die wirtschaftliche Stabilität mit zehn Prozent. Das Prädikat „Top-Karrierechancen für Hochschulabsolventen“ wurde branchenspezifisch anhand der erreichten Punktzahl im Gesamt-Ranking vergeben.

Die Berechnung des Punktwerts erfolgte branchenspezifisch auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten. Der jeweilige Branchensieger erhielt 100 Punkte und setzt damit die Benchmark für alle anderen untersuchten Firmen der Branche. Ausgezeichnet wurden am Schluss insgesamt 511 Unternehmen.

 

(veröffentlicht in FOCUS 32/17 vom 5. August 2017)

 

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