Betriebliche Altersversorgung

Gemeinsam stark

28. August 2018 – 

Bei einer Betriebsrente ziehen Mitarbeiter, Arbeitgeber und der Staat am gleichen Strang. Verbesserte Förderung macht sie nun noch attraktiver. Was gute Anbieter auszeichnet

Tradition verpflichtet, weiß der Volksmund. Erst recht, wenn dabei ein guter Ruf zu verteidigen ist – wie etwa bei der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Denn schon vor mehr als 150 Jahren haben erste Firmen und Branchen begonnen, ihre Mitarbeiter fürs Alter finanziell abzusichern. Diese soziale Vorsorgekomponente funktionierte so gut, dass später auch der Staat mit aufsprang und solche Modelle seitdem fördert. Inzwischen hat jeder Arbeitnehmer sogar einen gesetzlichen Anspruch auf eine Betriebsrente per Entgeltumwandlung.

So haben insgesamt alle drei Beteiligten etwas von ihrem bAV-Engagement: Mitarbeiter erhalten attraktive geförderte Zusatzrenten im Ruhestand, zu denen oft genug der Arbeitgeber eigene Beiträge beisteuert. Dem Arbeitgeber dient dies zur Mitarbeitergewinnung und -bindung. Beiträge zur bAV kann er zudem als Betriebsausgaben geltend machen und damit seinen Unternehmensgewinn mindern. Der Staat schließlich animiert seine Bürger zur ergänzenden Vorsorge, um später Altersarmut samt eventuell nötiger Transferleistungen zu verhindern.

Fünf Wege

Für diese profitable Zusatzversorgung im Alter stehen grundsätzlich fünf bAV-Durchführungswege zur Verfügung. Bei einer Direktversicherung oder Pensionskasse schließt der Arbeitgeber zugunsten seiner Beschäftigten eine Rentenversicherung ab. Pensionskassen sind rechtlich selbstständige Versorgungsunternehmen. Pensionsfonds sind zwar ebenfalls selbstständige Versorgungseinrichtungen, ihre Anlagerichtlinien erlauben jedoch freiere Investments am Kapitalmarkt.

Für alle drei Wege gilt: Einzahlungen bleiben bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) – 2018 also bis zu 3120 Euro – sozialabgabenfrei, sogar bis zu acht Prozent der BBG (2018: 6240 Euro) steuerfrei. In der Auszahlungsphase sind die genannten Betriebsrenten zwar steuerpflichtig und es fallen Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung an. Doch da das Einkommen im Rentenalter geringer ist, fährt der Arbeitnehmer unter dem Strich meist günstiger.

Bei einer Direktzusage (auch Pensionszusage genannt) hingegen verpflichtet sich der Arbeitgeber, seinen Mitarbeitern im Alter eine Betriebsrente aus dem Betriebsvermögen zu zahlen. Dafür bildet er Pensionsrückstellungen, kann diese Verpflichtung aber auch über eine Rückdeckungsversicherung absichern. Ebenfalls meist rückgedeckt durch Versicherungen sind die rechtlich selbstständigen Unterstützungskassen, die im Auftrag des Arbeitgebers die Betriebsrente auszahlen. Bei beiden Wegen bleiben die Einzahlungen in voller Höhe lohnsteuerfrei, bis zu vier Prozent der BBG auch sozialversicherungsfrei. Auch hier sind bei Auszahlung Steuern und Sozialabgaben zu zahlen.

Die Hälfte sorgt vor

Knapp 50 Prozent der Beschäftigten sorgen betrieblich vor. „Das ist aber immer noch viel zu wenig“, meinte die vorige Bundesregierung und hat seit diesem Jahr mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz zusätzliche Verbesserungen geschaffen. So wurde etwa der steuerliche Förderrahmen bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds auf die bereits erwähnten acht Prozent der BBG erhöht, Arbeitnehmer mit einem Monatseinkommen bis 2200 Euro erhalten gezielte Förderung und die Tarifvertragsparteien dürfen eigene Sozialpartnermodelle aushandeln. Außerden muss demnächst der Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung seine Sozialversicherungsersparnis an die Mitarbeiter weitergeben und verpflichtend pauschal 15 Prozent des Umwandlungsbetrags zuschießen – ab 2019 bei Neuverträgen, ab 2022 auch für alle bereits bestehenden Verträge.

Stets kann und darf aber der Arbeitgeber entscheiden, welchen bAV-Weg er für seine Mitarbeiter konkret anbieten möchte. Doch an wen kann er sich da wenden und bei wem sind alle Beteiligten gut aufgehoben? Auch hier lohnt es sich, auf langjährig bewährte Kompetenz zu setzen. Wer schon lange dabei ist und seine vielseitige Erfahrung in bAV Fragen nachweisen kann, ist sicher ein allseits guter Begleiter in Sachen Betriebsrente.

Kompetenter Ansprechpartner

Zunächst sollte der bAV-Anbieter deshalb für alle fünf Durchführungswege als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Denn jedes Modell hat seine spezifischen Vorteile, insofern ist eine umfassende Beratung aus einer Hand sinnvoll. Echte Komplettanbieter haben darüber hinaus aber auch für Branchenversorgungswerke und für das neue Sozialpartnermodell der Tarifparteien passende Lösungen parat. Und nicht zu vergessen: Die eigene Kapitalstärke, ausgezeichnete Produkte und erstklassiger Service sind natürlich ebenfalls Pflicht. FOCUS-MONEY hat dies daher bei der R+V genauer untersucht – und kommt insgesamt auf die Bestnote „exzellent“.

Die Auszeichnung von FOCUS-MONEY basiert auf der Bonitätsnote der Rating-Agentur Fitch, der Produktbewertung des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung sowie den Kundennoten, die durch das unabhängige Beratungsinstitut ServiceValue erhoben wurden (Details s. PDF zum Download oben rechts).

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