Studie 2018

Deutschlands beste Ausbildung

31. März 2018 – 

Jedes Jahr beginnen über eine halbe Million Schulabgänger mit ihrer Berufsausbildung. In welchen Unternehmen die Fachkräfte von morgen besonders gut ausgebildet werden

Der demografische Wandel ist angekommen – auch im Beruf. Arbeitgeber spüren die Effekte der alternden Gesellschaft zuerst bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze. Die geburtenstarken Jahrgänge haben längst die Schulen verlassen – und die Prognosen zeigen deutlich, dass immer weniger junge Menschen als künftige Auszubildende verfügbar sind.

Die Qual der Wahl

Auf der anderen Seite stehen die Schüler. Sie sehen, was die Berufsausbildung angeht, oft „den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr“. Das ist freilich auch kein Wunder: In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere hundert Ausbildungsberufe in über 400.000 Betrieben.

Hinzu kommen die verschiedenen Wege der Ausbildung. Je nach Qualität des Schulabschlusses gibt es neben der klassischen Lehre weitere Optionen. Immer mehr im Kommen sind beispielsweise duale Studiengänge, in denen betriebliche Praxis und fachtheoretisches Lernen kombiniert werden. Was also tun?

Eine der entscheidenden Fragen neben der Berufswahl ist dabei sicher auch: Welche Firma bildet mich optimal aus? DEUTSCHLAND TEST untersuchte dafür die 20 000 mitarbeiterstärksten Unternehmen des Landes. Heraus kam am Ende der „Ausbildungsatlas für Deutschland“ – mit den besten Ausbildungsbetrieben aus mehr als 90 Branchen (Ergebnisse s. PDF zum Download oben rechts).

Der Test

Studie “Die besten Ausbildungsbetriebe”

Die Methodik

Die Studie „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ wurde von DEUTSCHLAND TEST und dem Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY durchgeführt. Grundlage der Ergebnisse ist eine Befragung der 20.000 mitarbeiterstärksten Unternehmen in Deutschland. Dabei wurde an den jeweiligen Ausbildungsbeauftragten ein Fragebogen mit verschiedenen Themenfeldern geschickt.

Zur Beurteilung der Ausbildungsqualität wurden Fragen in fünf Teilaspekten gestellt: strukturelle Daten, Ausbildungserfolg, Ausbildungsvergütung, Ausbildungsquote sowie zusätzliche Angebote für Auszubildende (Details siehe unten).

Die Berechnung des Gesamtergebnisses erfolgte branchenspezifisch auf einer Skala von 0 bis 100 Zählern. Die jeweiligen Branchensieger bekamen den maximalen Score von 100 Punkten. Damit setzen sie die Benchmark. Unternehmen mit einem Score von mindestens 70 – das sind insgesamt 745 – erhalten die Auszeichnung „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“. Die Tabellen – siehe Download oben rechts – zeigen alle Testsieger aus allen Branchen.

Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie von Prof. Dr. Werner Sarges. Sarges ist einer der führenden Wissenschaftler und Berater zu eignungsdiagnostischen Fragen im Management-Bereich. Bekannt ist er außerdem durch seine Arbeit an der Helmut-Schmidt-Universität (Hamburg). Zudem ist Sarges Institutsleiter und beratender Psychologe am Institut für Management-Diagnostik (Barnitz bei Hamburg).

Der Fragebogen

  • Anzahl der Mitarbeiter in Deutschland auf Vollzeitbasis
  • Anzahl der Auszubildenden in Deutschland
  • Ausbildung in einzelnen Bundesländern
  • Branchenzugehörigkeit des Unternehmens
  • Schulabschlüsse der Auszubildenden
  • Gesondertes Förderprogramm
  • Ausbildung in Verbindung mit berufsqualifizierendem Studium
  • Mentoren für Auszubildende
  • Entlohnung
  • Zusatzleistungen für Auszubildende
  • Erfolgreicher Abschluss der Auszubildenden
  • Abschluss nach Noten
  • Übernahmequote der Auszubildenden

Die Gewichtung

  • Strukturelle Daten (24 Prozent)
  • Ausbildungserfolg (24 Prozent)
  • Ausbildungsvergütung (16 Prozent)
  • Ausbildungsquote (20 Prozent)
  • Zusatzangebote (16 Prozent)

Die Endplatzierung errechnet sich wie folgt: erreichte Punktzahl geteilt durch die Punktzahl des branchenbesten Unternehmens mal 100 (= Score; max. 100).

(veröffentlicht in FOCUS 14/18 vom 31. März 2018)

 

DT Ausbildung 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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